Sexualpädagogisches Schutzkonzept

Ein sexualpädagogisches Schutzkonzept gibt pädagogischen Einrichtungen Orientierung im Umgang mit kindlicher Sexualität, Körperbewusstsein, Grenzen und sexualisierter Gewalt. Es hilft Teams dabei, eine gemeinsame fachliche Haltung zu entwickeln, Handlungssicherheit zu gewinnen und Kinder wirksam zu schützen.

Unsere Fortbildung richtet sich an Kindergärten, Horte, soziale Einrichtungen und Träger, die ein sexualpädagogisches Schutzkonzept erarbeiten, überarbeiten oder in ihr bestehendes Schutzkonzept integrieren möchten. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die formale Konzeptarbeit, sondern vor allem die praktische Frage:

Wie kann eine Einrichtung im Alltag sexualfreundlich, grenzwahrend und präventiv handeln?

Ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung. Fachkräfte bringen unterschiedliche Erfahrungen, Unsicherheiten und Vorstellungen zum Thema Sexualität und Aufklärung mit. Daraus entsteht im gemeinsamen Prozess eine fachlich begründete Teamhaltung, die Orientierung für den pädagogischen Alltag, für Gespräche mit Kindern und für die Zusammenarbeit mit Eltern bietet.

Inhalte der Fortbildung

♥ Inhalte eines sexualpädagogischen Schutzkonzeptes

♥ Eigene Aufklärung, eigene Haltung und gemeinsame Vision im Team

♥ Rechtliche Verankerung sexueller Bildung

♥ Unterschied zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität

♥ Psychosexuelle Entwicklung von Kindern, insbesondere für Kindergärten im Alter von 0 bis 7 Jahren, sowie Horte im Alter von 6 bis 14 Jahren

♥ Kindliche Sexualität und sogenannte Doktorspiele

♥ Sexualisierte Gewalt und Machtverhältnisse

♥ Sexuell auffälliges Verhalten bei Doktorspielen: Signale erkennen und einordnen

♥ Umgang mit beabsichtigten und unbeabsichtigten sexuellen Grenzüberschreitungen

♥ Handlungsschritte bei Grenzverletzungen unter Kindern sowie bei externen Gefährdungen

♥ Elternarbeit und transparente Kommunikation

♥ Methoden zur Entwicklung einer sexualfreundlichen und grenzwahrenden Haltung

Ziel der Fortbildung ist es, Einrichtungen darin zu unterstützen, klare Regeln, gemeinsame Sprache und sichere Handlungsabläufe zu entwickeln. Kinder sollen in ihrem Körperbewusstsein, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Fähigkeit, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu benennen, gestärkt werden. Gleichzeitig erhalten Fachkräfte Orientierung, wie sie auf Unsicherheiten, Fragen, Grenzverletzungen oder Verdachtsmomente fachlich angemessen reagieren können.

Elternabende

Ergänzend zur Fortbildung kann je nach Zielgruppe und Bedarf ein Elternabend angeboten werden. Dieser schafft Raum für Information, Austausch und Fragen rund um eine wertschätzende und grenzwahrende Sexualerziehung.

Dabei geht es insbesondere darum, Eltern Sicherheit zu geben, Missverständnisse abzubauen und transparent zu erklären, wie die Einrichtung mit kindlicher Sexualität, Körpererkundung, Grenzen und Schutz vor sexualisierter Gewalt umgeht.

Mögliche Themen eines Elternabends

♥ Psychosexuelle Entwicklung von Kindern

♥ Unterschied zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität

♥ Körpererkundungsspiele und sogenannte Doktorspiele

♥ Grenzen setzen, Grenzen achten und Hilfe holen

♥ Wertschätzende Sprache rund um Körper, Gefühle und Sexualität

♥ Zusammenarbeit zwischen Eltern und Einrichtung im Sinne des Kinderschutzes